Hugo von Habermann (d.J., 1899-1981, Foto: Ph. Grieb)
spielte Mitte der 70er Jahre eine Schlüsselrolle für Philipp Grieb. Er war die Autorität und der Augenöffner, der eine malerische Richtung aufzeigte, die den jungen Mann überzeugte und die er eigenständig weiterentwickelte. Habermann leitete viele Jahre eine aktive Malgruppe mit ehemaligen und fortgeschrittenen Schülern, zu der Grieb 1975 stieß. In dieser Zeit führte er die Gruppe an einer langen Leine. Sein Einfluss war aber unter seinen Schülern selbst in Abwesenheit präsent. Er vertrat eine kreative "reine Malerei" ohne narrative oder literarische Anspielungen. In seinen eigenen Bildern bevorzugte er ein weiches Licht, er war geprägt von den französischen Impressionisten, hatte einen individuellen Stil entwickelt, der den kreativen Umgang mit Farbe, Form, Linie, Licht und die freie Komposition eines Sujets über die exakte Abbildung stellte.Seine Schüler entfalteten dabei individuelle Ausdrucksformen, wie etwa Willy Nüßlein, der einen sachlichen Stil pflegte, oder Magda Prückner-Naguschewski, deren virtuose, expressive Farbigkeit Philipp Grieb beeindruckte und inspirierte.
In den frühen 80er Jahren löste sich Grieb von der Habermann-Gruppe, nachdem er 1979 Bernhard Collien und Ina Weber, bald weitere neue Malerfreunde wie Philipp Reisacher, Helga Hornung, Regina Lord und Conny Schäfer-Koch kennenlernte und sich gemeinsame Aktivitäten entwickelten, die neue Impulse versprachen. Die Gruppe traf sich bei Aktabenden, Malwochen in München und Pentenried, ab 1987 regelmäßig in der Toscana, in rustikalen Villen und Gutshöfen zum Malen, Zeichnen und Aquarellieren.
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